Saudade

„Du spielst jeden Tag mit dem Licht des Universums.”

Pablo Neruda

Wo soll man anfangen…

Vielleicht mit den kalten Januartagen in den Neunzigern, als wir uns fluchend zu nachtschlafender Zeit am frühen Sonntagmorgen aus dem Bett gequält haben, um zu diesen alljährlichen Luxemburg-Liebknecht Demos zu gehen. Nicht, dass Luxemburg es nicht wert gewesen wäre, sich selbst in den Arsch zu treten, aber die Demos wurden von den gleichen unsäglichen K-Gruppen dominiert, die auch heutzutage unter anderem Label aber mit den immer noch gleichen hohlen Parolen aufmarschieren und mit denen man sowohl damals wie auch heute nichts, aber auch gar nichts teilt. Aber wir sind damals trotzdem mit vielen Genoss*innen aus der autonomen Bewegung aus einem einzigen Grund auf der Frankfurter Allee aufgetaucht: Weil es so sicher wie das Amen in der Kirche war, dass die Bullen mit diversen Hundertschaften den Block ‘der Kurden’ massiv angreifen würden. Also galt es Haltung und Solidarität zu zeigen, trotz aller Kritikpunkten an der PKK, die im Kern die gleichen geblieben sind, auch wenn heutzutage die PKK in anderen Gewändern auftritt, wie auch die K-Sekten heutzutage andere Namen tragen.

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Last Action Hero [Part 3] – Dieser Wind der weht

Das System ist am Ende. Nicht sein sozialer Antagonismus. Deshalb diese Nebelkerzen auf dem gesellschaftlichen Schlachtfeld, Manipulationen bis in die tiefsten Schichten des menschlichen Unterbewusstseins. Jede Verwertungskrise schärft schlagartig den Blick auf den revolutionären Horizont, sofort setzt ein Trommelfeuer ein, um Hoheit über den diskursiven Raum im Vakuum der kollabierenden Maschinenräume zu erlangen.

Das Ende der Geschichte’ besetzte den politischen Raum, der im Gefolge des staatskapitalitischen Systemkrise aufbrach, während Kohl und Herrhausen die ersten waren, die Milliarden in die Warschauer Vertragsstaaten pumpten, der eine erkaufte Schritt für Schritt die Wiedervereinigung, der andere verstand frühzeitig dass es darum ging sich die besten Positionen für den bevorstehenden Ausverkauf zu sichern. Doch es war auch ein Raum für revolutionäre Veränderungen, der entstand, es war nicht ausgemacht, wohin die Reise gehen würde, über Jahre fragile Machtverhältnisse, die große Kundgebung auf dem Alexanderplatz im November 1989 hatte nicht die Wiedervereinigung auf der Agenda, in den Apparaten der Warschauer Vertragsstaaten tobten heftige Machtkämpfe, noch 1991 versuchten führende Funktionäre der KPDSU einen Militärputsch, der nur knapp scheiterte. Im nachhinein werden diese ganzen hochkomplexen Prozesse einer glättenden Geschichtsschreibung unterworfen und da die historische Linke ideologisch in der Falle saß und mit dem Ende des Staatskapitalismus als bedeutender gesellschaftlicher Akteur mit unterging (eine Tatsache, deren Existenz sie sich bis heute weigert anzuerkennen), gibt es de facto nur die Geschichtsschreibung der Sieger.

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FÜR FATMA

Vor einigen Tagen ist ein alter Genosse zufällig auf eine improvisierte Gedenkstätte mit Blumen, Kerzen und Fotos von dir in der Adalbertstraße gestoßen und hat mir sofort geschrieben. Auf diesem Weg habe ich erfahren, dass ich dich nicht wiedersehen werde. In den letzten Jahren sind wir uns kaum noch über den Weg gelaufen, es heisst, dir sei es emotional nicht gut gegangen, ich weiß aber nichts genaueres und letztendlich spielt es auch keine Rolle ob die Seele oder der Körper diese Barbarei, die sie Zivilisation nennen, nicht mehr ausgehalten hat. Es gibt bestimmt Menschen, die dich viel besser kannten und berufener wären, von dir zu erzählen, aber da ich bisher nichts zu deinem Tod gelesen habe, werde ich versuchen, mit meinen bescheidenen Mitteln an dich zu erinnern.  

Früher haben wir uns häufig zufällig getroffen, meistens am Rande von Demos oder Actions, und bei all diesen Gelegenheiten hast du mich angelacht und von ganzem Herzen umarmt. Auch wenn die Umstände häufig eigentlich nicht zum Lachen waren. Aber in meinem Kopf ist da dieses strahlende Lächeln, das den ganzen Heinrichplatz erhellt hat, fest eingebrannt. Aber fangen wir damit an, was dich auch in deinem Beitrag zum Antifa Ost Verfahren, zur Frage von Aussagen und Einlassungen, beschäftigt hat, der erst vor wenigen Wochen im Oktober veröffentlicht wurde und den ich weiter unten noch einmal in voller Länge anhängen werde. 

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Last Action Hero [Part 2] Die nihilistische Commune

“Sie konnten nie begreifen, dass die Commune eine Barrikade und keine Verwaltung war.“ 

Prosper-Olivier Lissagaray

Vom Tahrir Platz über die Versammlungen und Aufmärschen der Gilets Jaunes bis zu den Temporären Autonomen Zonen der Aufstände in Frankreich nach dem Mord an Nahel (das eigene Territorium temporär ausgeweitet und befreit von der Besatzungsmacht der Bullen), seit fast 2 Jahrzehnten konstituiren sich die Aufstände, die gekommen sind, als nihilistische Commune. Sich jeglicher Repräsentanz verweigern außerhalb ihrer selbst (es muß erinnert werden an jene kläglichen Gestalten, die versuchten, als selbsternannte Vertreter der Gelbwesten in Partei-Apparaten Karriere zu machen und in der Folge handfest von den Aufzüge der Gilets Jaunes vertrieben wurden), ohne Forderungskataloge jenseits von Würde, Freiheit, Brot und Sturz des Regimes, bleiben sie sich selbst und ihrer nihilistischen Verschwörung treu, bis in ihre bittersten Tage der Niederlage hinein. Es gibt nichts zu verhandeln, Freiheit oder Tod, sie beerben ehrenvoll ihren historischen Bezugspunkt, die Pariser Commune, über die Marx in “Der Bürgerkrieg in Frankreich” sagt:

Die Arbeiterklasse verlangte keine Wunder von der Kommune. Sie hat keine fix und fertigen Utopien durch Volksbeschluß einzuführen. Sie weiß, daß, um ihre eigne Befreiung und mit ihr jene höhre Lebensform hervorzuarbeiten, der die gegenwärtige Gesellschaft durch ihre eigne ökonomische Entwicklung unwiderstehlich entgegenstrebt, daß sie, die Arbeiterklasse, lange Kämpfe, eine ganze Reihe geschichtlicher Prozesse durchzumachen hat, durch welche die Menschen wie die Umstände gänzlich umgewandelt werden. Sie hat keine Ideale zu verwirklichen; sie hat nur die Elemente der neuen Gesellschaft in Freiheit zu setzen…” 

Im Angesicht der gegenwärtigen Epoche; der ökologischen Verwüstung, der allgemeinen Tendenz zum Krieg, die Faschisierungstendenzen in Staat und Gesellschaft, der Umschreibung der menschlichen Syntax durch die allgegenwärtige KI; kann man sich seinen Untergangsfantasien hingeben, jene depressive Erlösung einer sich historisch überlebten Linken, die regressiv ihren eigenen Untergang mit dem Ende der Welt gleichsetzt, oder sich der Schärfe und Explosivität des Zusammenpralls des Klassenantagonismus stellen.

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Last Action Hero [Part 1] – Limits

Aus jeder Krise ein Feuer machen

Das Unsichtbare Komitee (Der kommende Aufstand, 2007)


Schweigen oder Defätismus. Beides bedeutet in unserer Situation eine strategische Niederlage in Anbetracht der historischen Epoche, in der wir uns wiederfinden, eine Niederlage, die sich nicht aus den realen Bedingungen des Klassenantagonismus generiert, sondern aus falschen, begrenzten Grundannahmen und bequemen Haltungen. Die aufständischen Bewegungen der letzten 2 Dekaden, die seit dem Tod von Ziad Benna und Bouna Traoré in neuem nihilistischen Gewand die Grundfesten der Welt der Ordnung und der Verwertung von wirklich allem Lebendigen, bis in die DNA des Saatgutes, erschüttern, sind von uns bisher nur begrenzt in ihrer revolutionären Sprengkraft begriffen worden.

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In meinem Garten, in meinem Garten

Zusätzlich zu den üblichen tausend Bullen, die in Berlin zu Silvester auf den Straßen unterwegs sind, werden also auch dieses Jahr über 3000 zusätzliche Kräfte aus dem gesamten Bundesgebiet in die Hauptstadt geordert, zusätzliche Verbotszonen für das Abbrennen von Pyrotechnik, die diesmal “flexibel überwacht” werden sollen, um mehr Kräfte zum spontanen Verlegen zur Verfügung zu haben. Dazu das übliche Paket: “Gefährderansprache”, “Hausbesuche” bei den vermeintlichen „Delinquenten“, das ganze “Präventionsprogramm” (so konnte z.B. beobachtet werden, dass Jugendzentren in Neukölln in den letzten Jahren zu Silvester mitten in der Nacht geöffnet hatten, um “kritische Massen” an den Orten zu binden, während sonst die Jugend – und Sozialarbeit unter den Kürzungswellen des Berliner Senats ächzt (allein im Haushalt 2025 50 Millionen).

Die von den Bullen nicht zu kontrollierenden Ausschreitungen zum Jahreswechsel 22/23 sitzen der politischen Klasse noch immer im Nacken, in großen Teilen des Stadtgebiets wurden Barrikaden errichtet und zum Teil angezündet, die Bullen selbst wurden in den diversen proletarischen Quartieren zum Ziel zahlloser Attacken, Schwerpunkte waren auch sonst völlig “unauffällige” Großsiedlungen wie die Gropiusstadt im südlichen Neukölln oder die Themometersiedlung im südlichen Lichterfelde. (Zu den Geschehnissen der Nacht siehe ‘Berlin grüsst Athena’)  

Die massive Repression, die Bullen Armada zum Jahreswechsel (inklusive medialer Begleitochestrierung), muss im selben Kontext wie die vom Bundeskanzler angestoßene “Stadtbild-Debatte” verstanden und eingeordnet werden. Es handelt sich dabei mitnichten “nur” um eine rassistische Ausgrenzung im Zuge der Faschisierungstendenzen in Teilen des Staatsapparates und der Gesellschaft, sondern sie muss verstanden werden im globalen Kontext der Offensive gegen die ‘überflüssigen” Teilen des Proletariats, die für den Verwertungsprozess nicht mehr von Bedeutung sind und die sich in verzweifelten Revolten zu behaupten versuchen. In dem Maße, wie die Prekarisierung immer größere Teile des Proletariats erfasst, im Zuge der Schleifung der noch existierenden industriellen Produktionsbereiche in den westlichen Zentren selbst bekommen die instinktiven und unmittelbaren Revolten des Surplus Proletariats eine strategische Bedeutung, die Konfliktualität spielt sich nicht mehr ausschließlich “am Rande der Gesellschaft” ab, sondern strahlt in den Kern der gesellschaftlichen Zusammensetzung selbst aus.

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Generation Z [3I/ATLAS]

Der Ausgangspunkt folgender Überlegungen ist der Quantenphysik entliehen und wie folgt kurz zusammengefasst: Es gibt kleine Teilchen, die sich an mehreren Orten gleichzeitig befinden oder trotz weiter Entfernungen und bewiesener Unmöglichkeit Signale auszutauschen, miteinander agieren, wobei z.B. ihre Entfernung voneinander Lichtjahre betragen kann und sie trotzdem zeitgleich reagieren und sie somit gegen einige von Einsteins Gesetzmäßigkeiten verstoßen (z.B. die maximal denkbare Geschwindigkeit), weshalb er noch spöttisch von „spukhafter Fernwirkung“ sprach. Diese ‘Nichtlokalität’ oder ‘Verschränkung’, die Tatsache, dass diese real getrennten Teilchen (in diversen Versuchsanordnungen nachgewiesen) messbar interagieren, bzw. gleichzeitig verschiedene Koordinaten im Raum besetzen, beschäftigt die Quantenphysik seit langem wie kaum ein anderes Phänomen. Wir können uns diese Beobachtungen zunutze machen, wenn wir über die derzeitigen Fragestellungen der revolutionären Galaxie nachdenken. Fast alle bisherigen Theorien oder analytischen Beschreibungen der weltweiten Aufstände und revolutionären Bewegungen der letzten 60 Jahre haben in Fronten, Erweiterungen von Raumgewinnen, in staatlicher oder regionaler, auf jeden Fall territorialer Begrenzung gedacht. Die “linke” Dominotheorie, die z.B. benutzt wurde, um die Kämpfe in Mittelamerika Ende der 70er, Anfang der 80er zu beschreiben: nach Nicaragua fällt El Salvador, Guatemala und so weiter, machte sich die gleiche Vorstellungswelt von Machteroberung zu eigen, wie die “rechte” Dominotheorie: Erst fällt Kuba, dann… Die einen finanzierten die Schweinebucht und die Kontra in Nicaragua, die anderen sammelten Geld für “Waffen für El Salvador”. Im Grunde wiederholte sich im Niedergang des Ansturms von 68, der der erste aussichtsreiche Ansturm seit 1917 war, immer wieder die gleiche Erzählung. Der globale Süden befreit sich sukzessive und kreist die Metropolen ein, hier gilt es “im Herzen der Bestie” die revolutionäre Fackel trotz aller Begrenzungen zu tragen, in der Zuspitzung auch als militante, bewaffnete Intervention. Je nach politischer-ideologischer Präferenz waren dabei die staatskapitalistischen Staaten Verbündete, Feind des Feindes, Transitland oder logistischer Partner bis hinein in die Zusammenarbeit mit dem MfS hierzulande.

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Generation Z  [Opus 1]

Boy, don’t you worry, you’ll find yourself

Follow your heart and nothing else

And you can do this, oh, baby, if you try

All that I want for you, my son, is to be satisfied

Lynyrd Skynyrd

Ein Jahr warten, ausharren, den Atem anhalten bis die Lungen fast bersten. Ein Jahr – nur ein einziger Herzschlag im Rhythmus des ewigen Ansturms der historischen Partei. Aber all die Nächte, in denen der Schlaf nicht kommen wollte, all die grauen, sinnlosen Tage, das mürbe Tagwerk, die falschen und verlogenen Träume und Versprechen. Und diese Ungeduld, die Anspannung, die Nervosität, die keine Entladung finden. Der Zweifel, der sich bis tief in das Mark der Zuversichtlichsten gräbt. Unsere Sache verraten und verloren, für immer? All die Opfer der letzten 15 Jahre umsonst, alle Hoffnungen genarrt? Und kein theoretischer Begriff der Agonie des aufständischen Prozesses, von einer praktischen Antwort ganz zu schweigen. Nur das Grauen des Infernos der kapitalistischen Todesmaschinerie, die alles verschlingt, Wertschöpfung bis in den suizidalen Weltkrieg um die Hegemonie… Was, wenn dieser einzige Herzschlag, dieses dumpfe, kurze Pochen bis in die Schläfen, doch der letzte gewesen – nur noch verzweifelte Hungersnöte und riesige Flüchtlingskarawanen, wie sich die Bilder aus Yarmouk und Gaza gleichen – erschöpfte, ausgemergelte Gestalten, die mit ihren letzten Habseligkeiten in der Hand durch die zerbombten Häuserschluchten ziehen, und doch nur Ouvertüre für die kommenden Flüchtlingstrecks der Abermillionen, wenn die Seen einfach verdampfen, die Felder vergiftet, und das Dauerfeuer aus den schwarzen SUVs alle niedermäht, die bis zuletzt ausgeharrt haben. Über all dem die schwarzen Drohnen, überall diese scheiß Drohnen, wie Aasgeier am Himmel kreisend. Doch in den dunkelsten Stunden des Zweifels und der Verzweiflung finden Jene, denen zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte keine Zukunft, und sei sie nur so vage umrissen, vergönnt schien, zu sich selbst und ihrer Macht.

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Enjoy The Silence [Part 2]

Im Juli dieses Jahres legte die US Regierung einen sogenannten “AI Action Plan” vor, der u.a. die Regulierungen von KI Anwendungen im militärischen Einsatz durch Menschen zum Teil aufheben soll. Die in den verschiedenen Teilstreitkräften eingesetzte KI soll zusammengeführt werden und zukünftige Kriegsführungsszenarien sehen hochkomplexe Einsätze von Unmengen an Drohnen, Raketen und anderen Waffen- und Steuerungssysteme vor, die bisher nicht in einem Schlachtfeld Szenario zentral zu steuern sind und zum Teil konventionelle Waffensysteme wie Kriegsschiffe und – Flugzeuge ersetzen sollen. Des Weiteren sollen autonom agierende Drohnenflugzeuge und – Schiffe im Zuge des Replicator-Programms entwickelt werden. KI soll auch die Voraussagen für politische und militärische Entwicklungen optimieren, der Direktor der National Geospatial-Intelligence Agency geht davon aus, “dass wir zeitnah zu 100 % maschinengenerierte Informationen an die Kommandostäbe weitergeben werden”. Als vorbildlich gilt das US-Unternehmen Rhombus Power, das mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80% den Angriff Russlands auf die Ukraine mit 4 Monaten Vorlauf vorausgesagt habe. Mittlerweile hat dieses Unternehmen Verträge mit Taiwan abgeschlossen, die auf die Möglichkeiten einer Invasion durch die VR China abzielen.

Noch gilt eine strikte Trennung von KI Anwendungen im militärischen Kontext zwischen der Anwendung im konventionellen und dem nuklearen Bereich. Allerdings betonen militärische Experten, dass es durch die zunehmende Komplexität und neue Entwicklungen wie  Hyperschall-Gleitflugkörper, die keine ballistische Flugbahn mehr haben und daher nicht verfolgt werden können, immer schwieriger werde, die gesamte Situation im Konflikt der Großmächte durch Menschen zu beurteilen, außerdem gehe man davon aus, dass das russische “Dead-Man” – System, dass die Durchführung eines nuklearen Vergeltungsschlages trotz Ausfall der militärischen Befehlskette sicherstelle, nach wie vor betrieben werde. Die USA müssten dies unbedingt bei ihren Planungen und Programmen berücksichtigen. Angesichts der sogenannten “Chancen und Risiken” einer KI gestützten Kriegsführung scheint das Prinzip Hoffnung unter den militärischen Verantwortlichen der USA zu herrschen: Ein Verzicht auf die volle Integration von KI in alle militärischen Bereiche, einschließlich der Nuklearwaffen, sei schlicht nicht möglich, da man sonst im Konflikt mit Russland und der VR China hoffnungslos ins Hintertreffen gerate, auf der anderen Seite seien die Entscheidungsprozesse der neuesten Generationen von KI von Menschen gar nicht mehr en détail nachzuvollziehen. Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) wurde daher damit beauftragt, den Algorithmus der KI Modelle besser nachzuvollziehen, da man festgestellt habe, dass diese zum Teil dazu neigen, zu “halluzinieren”. Am Ende bleibt also nur noch die Hoffnung auf ein postmodernes “Gottesurteil”: Das die KI gestützten Systeme die Schäden durch einen nuklearen Schlagabtausch für so groß einschätzen, dass ein “Sieg im Atomkrieg” nicht möglich sei und deshalb den nuklearen Flächenbrand nicht auf die Tagesordnung setzen. 

Genauso wie der militärische Konflikt heute ein asymmetrischer ist, ist auch der Klassenkonflikt heute asymmetrischer Natur.

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Enjoy The Silence [Part 1]

Im Jahr 2024 sollte das Modell OpenAI o1 von ChatGPT während eines Sicherheitstests in einen Server einbrechen. Als dieser Server nicht hochfuhr und die von Menschen gestellte Aufgabe für die KI nicht umsetzbar war, brach o1 in das Testsystem selbst ein, startete den Server mit modifizierten Anweisungen neu und umging einfach die eigentlichen Testvorgaben komplett.

Künstliche Intelligenz wird von Menschen programmiert, lernt aus deren Verhalten, imitiert dieses, zieht neue Schlüsse und entwickelt daraus eigene Strategien. Zeit, den Spieß umzudrehen. 
Der Zusammenprall des Klassenkonflikts, der die Welt seit 2010 auf neue erschüttert, dessen Schockwellen seitdem in immer neuen neuen Revolten und Aufständen um den Planeten rasen, wird vorwiegend in 2 Lesarten wiedergegeben, die eine nährt die Hoffnungen auf einen grundsätzlichen Bruch mit der herrschenden Ordnung, die zweite generiert aus diesem Widerspruch immer neue Formen der reformistischen Neuordnung, die Aktivisten bis in die höchsten Regierungsämter spült, ohne in der Lage zu sein, ein grundsätzliches langfristiges (Befriedungs) Programm anbieten zu können, weil der grundsätzliche Widerspruch sich jenseits aller identitären Zuschreibungen abspielt und angesichts der Verwertungskrise des Kapitals kein Neokeynesianismus überhaupt vorstellbar erscheint.

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