
Das System ist am Ende. Nicht sein sozialer Antagonismus. Deshalb diese Nebelkerzen auf dem gesellschaftlichen Schlachtfeld, Manipulationen bis in die tiefsten Schichten des menschlichen Unterbewusstseins. Jede Verwertungskrise schärft schlagartig den Blick auf den revolutionären Horizont, sofort setzt ein Trommelfeuer ein, um Hoheit über den diskursiven Raum im Vakuum der kollabierenden Maschinenräume zu erlangen.
‘Das Ende der Geschichte’ besetzte den politischen Raum, der im Gefolge des staatskapitalitischen Systemkrise aufbrach, während Kohl und Herrhausen die ersten waren, die Milliarden in die Warschauer Vertragsstaaten pumpten, der eine erkaufte Schritt für Schritt die Wiedervereinigung, der andere verstand frühzeitig dass es darum ging sich die besten Positionen für den bevorstehenden Ausverkauf zu sichern. Doch es war auch ein Raum für revolutionäre Veränderungen, der entstand, es war nicht ausgemacht, wohin die Reise gehen würde, über Jahre fragile Machtverhältnisse, die große Kundgebung auf dem Alexanderplatz im November 1989 hatte nicht die Wiedervereinigung auf der Agenda, in den Apparaten der Warschauer Vertragsstaaten tobten heftige Machtkämpfe, noch 1991 versuchten führende Funktionäre der KPDSU einen Militärputsch, der nur knapp scheiterte. Im nachhinein werden diese ganzen hochkomplexen Prozesse einer glättenden Geschichtsschreibung unterworfen und da die historische Linke ideologisch in der Falle saß und mit dem Ende des Staatskapitalismus als bedeutender gesellschaftlicher Akteur mit unterging (eine Tatsache, deren Existenz sie sich bis heute weigert anzuerkennen), gibt es de facto nur die Geschichtsschreibung der Sieger.
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